Die Schleier der Dämmerung legen sich langsam über das Land, als ich mit letzter Kraft den Berg erklimme, auf dessen Rücken sich schon die hohen Mauern der uralten Stadt Diocaesarea gegen den sich langsam verdunkelnden Himmel abzeichnen. Das Stadttor ist erreicht. Ein Gardist tritt aus dem Schatten des Torbogens, in der Hand eine blakende Fackel, ein zweiter tritt hinzu und durchwühlt die Seitentaschen meines Pferdes, teilnahmslos läßt der Gaul das über sich ergehen. Barsche Fragen nach dem Woher und Wohin, einige Sesterzen wechseln ihren Besitzer und endlich öffnet sich knarrend das schwere Tor, den Weg in die Stadt freigebend. Inzwischen ist es ganz dunkel geworden. Ich muß die Hauptstraße Decumanus entlang und bahne mir meinen Weg durch die im Licht der hinter den Säulen liegenden Geschäfte geisterhafte Schatten werfenden Menschen, welche mit letzten Besorgungen ihr Tagwerk vollenden. Endlich ist der Cardo erreicht,
nur noch am Haus der Stadtverwaltung abbiegen und schon tut sich etwa hundert Meter weiter linkerhand schon das eindrucksvolle Anwesen meines Verwandten auf, das Nil-Haus. Eine begeisterte Begrüßung, viel zu lange haben wir uns nicht mehr gesehen! Plündern der Speisekammer und eilig für ein Festmahl herbeigeholte Speisen, ergänzt durch Karaffen mit Met und Wein; und schon ist der beschwerliche Weg hierher der Vergessenheit anheim gefallen. Warum das Nil-Haus so heißt, wollen Sie wissen? Nein, nicht mehr heute. Gerade tauchen ein paar Tänzerinnen auf.....
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<------ Zurück nach Skythopolis? Viel passiert am nächsten Tag nicht.... ------> |
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