Eintritt über die Brooklyn-Bridge


Man sollte sich Manhattan langsam nähern, um nicht beim Austritt aus einem U-Bahnhof von der gewaltigen Masse aus Stein und Beton schier erschlagen zu werden. Eine gute Möglichkeit hierzu gibt es mit der Brooklyn Bridge, da verläuft oberhalb der Fahrbahn ein Extraweg für Fußgänger, die Brooklyn Bridge Promenade. Je näher man Manhattan kommt, desto höher und höher ragen die Wolkenkratzer in den Himmel, gar winzig davor die Gebäude in deutscher Traufhöhe des historischen Seaport-Districts mit ihren Verwaltungs- und Kapitänshäusern, heute eine Restaurant-Meile, flankiert von einem kleinen Fish-Market, der NonFinito-Gallery (mit den schrägen Dächern) und dahinter dem FultonMarket Building, einem Einkaufszentrum mit seinem auffallenden Dach. Und weiter hinten verlieren sich die letzten älteren Gebäude in den immer näher heranrückenden Hochhäusern, überragt in der Ferne vom Empire State Building. Ein Verlassen der Brooklyn Bridge Promenade ist erst etwa eine halben Kilometer mitten in Manhattan möglich, in Nähe der City Hall mit dem Sitz des Bürgermeisters. Eines der ältesten Gebäude von New York, 1812 eröffnet und seitdem ohne Unterbrechung als Stadtverwaltung genutzt, wenn auch längst nicht mehr ausreichend. So befinden wir uns jetzt im sogenannten Civic Center, einem von kommunalen, bundesstaatlichen und staatlichen Verwaltungsgebäuden geprägten Gebiet Manhattans, gleich neben dem Broadway und nur drei Häuserblöcke vom ehemaligen World Trade Center entfernt.