Am Qeysarie Gate, (auch سردر قیصریه genannt), am nördlichen Ende des Meidān-e Emām gelegen, findet sich dann nach all den Visiten historischer Gebäude eine gute Gelegenheit, in das großstädtische Leben von Isfahan einzutauchen und dort mit den Einheimischen ein wenig mitzuschwimmen. Leider weiß ich nicht mehr, wie die Gaststätte heißt, welche wir schließlich auf entsprechende Empfehlung hinter einem mit Kleinschrott dekorierten Durchgang und am Ende eines pittoresken, ein wenig an besetzte Häuser in Berlin erinnernden Innenhofes gefunden haben. Geradezu subversiv das Ambiente, dazu einheimische Speisen und jede Menge Tee in den verschiedensten Variationen, ergänzt durch eine gebrauchsfertige Shisha-Pfeife. Und da rutschen auch schon mal die Kopftücher rein zufällig zu mehr als 50% von den Köpfen der Damenwelt und erlauben einen unauffälligen Blick auf die Haarpracht orientalischer Frauen. Speisekarte? Nö, aber freundliche Einheimische helfen uns, satt, zufrieden und frisch gestärkt das Etablissement wieder zu verlassen und uns in das Getümmel des kilometerlangen Großen Basars zu stürzen, aus dem es in den nächsten Stunden kein Entrinnen mehr geben wird.