Die Industriestadt Da Nang ist nicht so sehr für Ihre touristischen Highlights bekannt, wenn sich da auch im weiteren Umkreis die Ruinenstadt My Son und der Strandort Hoi An befinden. Nur mitten in der Stadt etwas suchen? Ja, da lässt sich auch etwas finden, nichts sonderlich geschichtlich/historisches, aber trotzdem etwas eindrucksvolles: Die Marble Mountains, die Marmorberge, fünf bizarre Marmor- und Kalksteinkuppen ragen da mitten im dichtbesiedelten Gelände in die Höhe, bieten inmitten einer eintönigen Stadtlandschaft eine willkomene Abwechslung. Ngu Hanh Son (Fünf-Elemente-Berge), der vietnamesische Name steht für diese Elemente: Metall, Wasser, Holz, Feuer, Erde.
Liebt Ihr / lieben sie Touristenmassen? Nein? Dann eher schon um 08:00 Uhr den touristisch erschlossenen Wasserberg, den Thuy Son hinaufsteigen, bevor der vorhandene Lift seine Tätigkeit beginnt und die ersten Busladungen von Touristen auf das Plateau ausspeit. Verschlungene Pfade warten hier oben auf den geneigten Entdecker, führen zu interessanten Bauwerken wie den Xa Loi Tower, zur Linh Ung- und zur Tam Thai-Pagode, über schweißtreibende Treppen zu Gipfeln mit hervorragender Rundumsicht. Aber das Bemerkenswerteste sind dann doch die verschiedenen geräumigen Höhlen, und davon nun wieder das Highlight, die Huyen Kong-Cave! Eng ist der Zugang, aber plötzlich steht man in einem riesigen Dom, dessen Wände aus mit Marmoradern durchzogenem Kalkstein leuchten farbig, vom Tageslicht aus dem oberen Schlot und geschickt platziertem Kunstlicht angestrahlt. Es existieren sogar Bilder mit Sonnenstrahlen bis auf den Höhlenboden!
Und über allem thront, wie könnte es auch anders sein, Buddha, unbeweglich schaut er auf die Menschenmenge, welche sich da an der Fotofunktion Ihrer Handys verausgabt, Statisten hin und her schiebt, immer auf der Jagd nach dem perfekten Bild mit dem perfekten Motiv auf der Spur von zehntausenden Vorgängern. Ein bisschen Buddha sein, und die Menschen ein wenig beobachten, eine Rückkehr in die Bullenhitze eilt ja nicht!?
Nur gibt es noch vieles andere zu erkunden! Nur, ebene Wege sind hier oben nicht vorhanden, unregelmäßige Treppenstufen machen den Aufstieg als auch den Abstieg schweißtreibend. Als Entschädigung winken jedoch atemberaubende Ausblicke auf das Südchinesische Meer, zu den Wolkenkratzern von Da Nang und auf weitere der Kalksteinkuppen.
Und wenn jemand Interesse an Marmorfiguren hat, kommt er dann nach dem Abstieg bei den Händlern voll auf seine Kosten. Im doppelten Sinne, ihr Gewicht ist herausfordernd. Es sei denn, Ihr lasst Euch / Sie lassen sich Harz zum Marmorpreis andrehen.....