So etwa 12 Kilometer von der Kaiserzitadelle in Hue entfernt verbirgt sich im Dschungel eine besondere Kostbarkeit, der Beweis, wie Bauten verflossener Herrscher ohne Bombastismus in die Natur eingefügt werden können, ohne von dieser überwuchert zu werden. Der zweite Kaiser der Nguyen-Dynastie war es, welcher sich, von Frömmigkeit erfüllt, nach seiner Inthronisierung im Jahr 1820 schon sechs Jahre später als Fünfunddreißigjähriger auf die Suche nach einem würdigen Platz für sein Mausoleum machte. Vierzehn Jahre suchte der Pedant und konfuzianische Orthodoxe danach, schließlich begann der Bau dann im Jahr 1840 auf dem Cam Ke Hügel am Westufer des Parfüm-Flusses. Aber das Schicksal meinte es nicht gut mit dem Kaiser Minh Mang, denn er erkrankte und starb schon am 20. Januar 1841. Sein Sohn, Kaiser Thi?u Tr? stellte dann die Anlage fertig.
So treten wir doch einmal ein: Das Haupttor, das Dai Hong Mon Tor, lässt eine gewisse Verwunschenheit erahnen. Nur einmal wurde es geöffnet, als der Sarg des Kaisers hindurchgetragen wurde.
So treten wir doch einmal ein! 