Khai Dinh_Mausoleum von außen


Nur kurz herrschte Khai Dinh (der "Beförderer von Frieden und Stabilität") als zwölfter Kaiser der Nguyen-Dynastie unter französischem Protektorat über Vietnam. Geboren im Jahr 1885, war er zu jung, als sein Vater schon 1889 mit 25 Jahren starb. Aber als im Jahr 1916 der elfte Nguyen Duy Tan wegen Aufruf zur Unabhängigkeit von der Kolonialmacht abgesetzt wurde, fiel die Wahl auf den als willfährig geltenden Khai Dinh. Und so gestaltete sich dann auch seine Amtszeit. Zaghafte Modernisierungsversuche, zumeist ohne Chance auf Verwirklichung, und wegen mehrerer Gebrechen eine Ahnung vom frühen Tod veranlassten ihn, schon im Jahr 1920 den Bau eines Mausoleums zu beginnen. Dass er dazu die Steuern erhöhte und auch sonst allen Befehlen der Franzosen eilfertig gehorchte, das machte ihm im ganzen Land ziemlich unbeliebt.


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