Kien Trung-Palast von außen


Khai-Dinh (Auge für Frieden und Stabilität) hieß der von den Franzosen im Jahr 1916 nach Absägen seines unbotmäßigen Vorgängers eingesetzte vorletzte Kaiser von Vietnam, welcher es Anfang der zwanziger Jahre offenbar modern fand, sich einen Palast im europäischen Stil zuzulegen. Und so entstand in den Jahren von 1921 bis 1923 am nördlichsten Punkt der Mittelachse der verbotenen Stadt von Hue der Kien Trung-Palast (Ðien Kien Trung), wobei der Name so etwas wie "Gründung der Direktheit" bedeutet. Nur zwei Jahre waren dem im Volk unpopulärem Herrscher vergönnt, dort zu regieren, zumindest in dem Maße, wie es ihm die Franzosen noch gelassen hatten, vielleicht auch sich dort regelrecht zu verkriechen, als er am 06. November 1925 hier verstarb, wurde ein papiernes Modell seines geliebten Palastes verbrannt, in der Hoffnung, dass sein neuer letaler Wohnsitz diesem ähneln möge. Ihm folgte Bao Ðai , der regierte bis zu seiner Abdankung am 25. August 1945 und Emigration nach China ebenfalls von hier aus, unter seiner Regie wurde 1932 modernisiert und neu dekoriert, immerhin wurde dabei sogar ein Bad eingebaut, auch Kronprinz Bao Long (1936-2007) wurde am 4. Januar 1936 im Palast geboren.


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