Im Jahr 1833 war es soweit! Kaiser Minh Mang konnte alles einweihen, und erstmals durch die nur für ihn reservierte mittlere Pforte schreiten, Mandarine, Soldaten und Pferde(!) mussten sich mit den links und rechts davon liegenden begnügen, das gemeine Volk, so überhaupt zum Eintritt berechtigt, dann mit den kleineren gebogenen Eingängen. Und auch hier gilt: Es handelt sich um eine Nachempfindung des Meridian-Tores in Peking. Seine palastartige obere Ebene besteht aus einem Mittelteil, dem „Fünf-Phönix-Pavillon“ (Lau Ngu Phung) für den Kaiser, um Zeremonien und Truppenbewegungen zu beobachten, die beiden vorspringenden Seitenteile dienten dem Hofstaat. Die glasierten und kaisergelben Keramikziegel auf dem Dach sind mit diversen Tieren und Kreaturen zur Abwehr des Bösen dekoriert. Einen Kaiser gibt es nicht mehr, weswegen das mittlere Tor heute verschlossen bleibt. Immerhin dürfen Touristen in die verbotene Stadt auf dem Pfad von Würdenträgern, Soldaten und Pferden eintreten. Soldaten habe ich allerdings an diesem Tag keine gesehen, wie auch so gut wie keine Uniformierten im Land außerhalb der Ein- und Ausreise. Und wenn man sich heutzutage mit einem Pferd dem Tor nähern würde, ich denke, dieser Test steht dann doch noch aus.
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