Pamukkale


Die hellenistischen Völker wussten schon, warum sie ausgerechnet an diesem recht unwirtlichem Ort hoch oben in den anatolischen Bergen die Stadt Hierapolis errichteten. Warme Quellen versorgten die Bäder der Gebäude hier mit 30 Grad warmer Flüssigkeit und dienten wohl auch deren Heizung. Und man konnte mit dem enthaltenem Kalk auch Textilien weiß färben, was auch nach der Zerstörung der Stadt durch ein Erdbeben im Jahr 1334 für die neuen moslemischen Herrscher interessant blieb. Nur das Wasser trat nun weiter unten aus der Erde aus, die alte Stadt war damit nicht mehr nutzbar. So entstand die neue Ortschaft Pamukkale "Baumwollburg" unterhalb der in den Jahrhunderten anwachsenden Sinterterrassen aus dem sich nach wegen Druckabfall entweichendem Kohlendioxid in Form von Travertin absetzenden Calciumhydrogencarbonat. Pro Sekunde treten hier 250 Liter Thermalwasser aus, in einem Liter sind etwa 2,2 Gramm Kalk gelöst, welcher allerdings nur zum Teil ausgeschieden wird. Längst nicht alles rieselt dann die zum Weltkulturerbe gehörenden Terrassen und in den Teich an ihrem unteren Ende hinunter, ein großer Teil wird in die Pools der Hotels geleitet oder zum Heizen der Gebäude verwendet. Und wer sein T-Shirt wegen eines inzwischen jenseits von gut und böse empfundenen Aufdrucks auf neutrales Weiß ausbleichen möchte, ja, der kann es ja mal versuchen.....