Der Wecker klingelt. Es ist noch dunkel. Katzenwäsche, eine Banane eingesteckt. Da wartet auch schon das Taxi, um uns zu einer beonderen Attraktion zu bringen, irgendwo in die Pampa. Und dann stehen wir auch schon mit einem Becher Kaffee in der Hand auf einem Flecken Ödland, über welches sich bunte Würmer schlängeln, welche sich vom Luftstrom knatternder Kompressoren langsam füllen, sich ausdehnen und als Ballons vom Erdboden abheben. Schon zerren sie an ihren Leinen, welche ihren Abflug noch verhindern, bis alle Mitfahrer in den darunter befindlichen Korb eingestiegen sind. Der Brenner röhrt, ganz sachte erhebt sich das Gefährt vom Boden und beginnt gemächlich zu schweben, das Ödland unter uns wird kleiner und kleiner und der Blick kann immer weiter über die eigentümliche Landschaft schweifen. Stille, absolute Stille, über uns die Wolken, sie kommen näher und näher, wir tauchen dort ein, nur noch feuchter Nebel um uns herum, egal in welche Richtung der Blick noch irgendeine Orientierung zu erkennen sucht. Andächtige Stille unter den umstehenden Mitfahrern, nur der Brenner läßt gelegentlich zusammenzucken. Wenig später: Der Wasserdampf lichtet sich und wir gleiten über die skurrile Landschaft aus Tuff und Feenkaminen, schauen von oben in die Eingänge der dort ausgehöhlten Räume, andächtiges Staunen, durchbrochen nur vom Klicken der Kameras. Grünland mit Pferden, Schafen und Ziegen, einige Unterstände zeugen von neuerer Besiedlung, in der Ferne die Kleinstadt Göreme. Da, ein Hügel nähert sich, aber der Brenner bleibt aus. Näher und näher kommt die Grasnarbe, schon rumpelt der Korb über den Boden, bleibt irgendwo hängen und der gerade noch elegante Ballon schwebt herunter und verwandelt sich dabei in einen Haufen bunten Stoffs. Die Fahrt ist zu Ende, ein Jeep nähert sich mit Sekt und einem Ballonfahrer-Zertifikat für Jeden, ein Highlight des Aufenthalts in Kappadokien abschließend. Aber nun wartet das Frühstück, wegen des leeren Magens leicht sektbeschwingt.