Es gibt nichts, was es nicht gibt in Singapur! Eine kleine Bergtour gefällig? Ziemlich genau im Mittelpunkt des Stadtstaates geht so etwas, im Naturreservat Bukit Timah. Schweißtreibender Aufstieg auf immerhin 163,63 Meter durch primären Regenwald mit bei hohem Sonnenstand nur geringfügigem Schattenwurf, begleitet von Vogelgezwitscher und Affengekreisch. Bei dreißig Grad im Schatten und hoher Luftfeuchte, zuletzt über eine Treppe von geradezu endloser Länge ist der Gipfel mit gefühlten 1000 Metern Höhe dann "erstürmt". Und es empfiehlt sich die Mitnahme von ausreichend Wasser, da oben ist bis auf ein Unterstand mit ein paar Bänken und einem Stein mit den eingravierten Gipfeldaten nichts weiter und auch das Betrachten einer Infotafel hilft kaum beim Durstlöschen. Ein wenig stiefmütterlich wird die immerhin höchste natürliche Erhebung im Stadtgebiet da behandelt, vielleicht auch dem Umstand geschuldet, dass hier im Februar 1942 nach der Einnahme von Bukit Timah durch die Japaner der Kampf um Singapur mit dem Verlust von Munitionslagern und Trinkwasserquellen der Kampf der Briten aussichtslos wurde, was den ehemaligen Invasoren bis heute nicht so recht verziehen wird. Und natürlich - es gibt genug Gebäude in der Stadt, wo man mit wenigen Sekunden Aufzugfahrt und klimatisiert eine wesentlich größere Höhe über dem Meeresspiegel erreichen kann.