Hotel Marina Bay Sands


Ein riesiges Schiff sitzt da hoch über dem Wasser auf dem Trockenen, emporgespült im Jahr 2010 auf drei da bestimmt ganz zufällig vorhandene Stützen von einem gewaltigen Tsunami aus Ideen, Ingenierkunst und dem nötigen Kleingeld! Und es scheint ihm da oben in luftiger Höhe mit seinen 340 Metern Länge durchaus gut zu gehen! Obwohl dort keine bärtigen Seebären mehr das Regiment führen, nein, solche im feinen Zwirn oder mit weißen Kochmützen warten jetzt auf staunende Landratten, welche es geschafft haben, mit Geld oder mit List die Höhen zu erklimmen und die beeindruckende Aussicht zu genießen. Gerne auch während eines erfrischenden Bades in 191 Metern Höhe, denn der Schiffsrumpf ist auf einer Länge von 146 Metern mit Wasser gefüllt, was dem Aufenthalt da oben einen gewissen Stil verleiht, besonders abends, wenn die Dämmerung herniedersinkt und in der Tiefe langsam die Lichter angehen. Aber das ist noch nicht alles: Am Sockel der fünfundfünfzig Stockwerke umfassenden Hoteltürme befinden sich eine U-Bahnstation, ein Konferenz- und Ausstellungszentrum, ein Kunst- und Wissenschaftsmuseum, zwei Theatersäle und auch eine Eislaufbahn. Buchbar ist eines der 2561 Zimmer für knapp 500 Euro pro Bett und Nacht, zuzüglich einer Zerstreuungspauschale von weiteren einhundert, kein Wunder bei den Baukosten von rund 4,6 Milliarden Euro. Ein echtes Schnäppchen von Reichen für Reiche, von denen es erstaunlicherweise offenbar ziemliche Mengen auf dieser Welt gibt. Aber sich den Trubel und die erstaunlichen Bilder anschauen, das kann man ja schon einmal, und mit ein bisschen List gelangt man auch nach oben, kostenlos.....