Hulevik


Wieder so ein kleiner Ort: Hulevik heißt der Weiler am einhundertfünfzig Quadratkilometer großen Åsnen-See. Er verdankt seine Existenz der im Jahr 1874 mit einer Spurweite von 1067 mm eröffneten Karlshamn-Vislanda-Eisenbahn, welche sich zwischen den beiden Endpunkten in 78 Kilometer Länge durch die von vielen Seen unterbrochene Waldlandschaft schlängelte. Zuerst nur eine Haltestelle am Seeufer mit nahegelegenem Sägewerk, ab dem Jahr 1932 eine gemeinsame Post- und Bahnstation, wurde erst im Jahr 1951 die Ortschaft in idyllischer Lage gegründet. Aber der Niedergang war dann unaufhaltsam: 1960 schloss das Sägewerk, 1966 die Poststation und 1970 wurde die Bahnlinie als letzte mit dieser Spurweite in Schweden stillgelegt. Nur das liebevoll restaurierte Empfangsgebäude, das schon ein wenig rostige Ausfahrsignal für beide Richtungen und die beiden die Szenerie in früheren Jahren recht spärlich erleuchtet habenden Lampen sind hier erhalten geblieben. Und natürlich der herrliche Strand gleich neben der Station, welcher einen Ausflug zu dieser Stelle zumindest in den Sommermonaten für einen ostseewassergestählten Touristen durchaus zum Erlebnis macht. Na, dann hinein ins (ziemlich) kühle Naß!