Etwa 15 Kilometer von Virestad und gefühlt Millionen von Bäumen sowie einige Seen entfernt, da liegt dann wieder so eine typisch südschwedische Gemeinde am Ufer des Möckelsees, Diö. Und mittendrin die im Jahr 1833 geweihte Pfarrkirche des alten Kirchspiels Stenbrohult. Eigentlich eine ganz normale Kirche wie häufig in der südschwedischen Seenlandschaft. Hm, auch beim Umschreiten des Baues landet man dann, immer noch völlig normal, auf dem Friedhof, uralte Familiengräber, neuere Grabsteine künden von vergangenem Leben, aber auch ein ganz besonderes Exemplar vom hier im Jahr 1707 geborenen und dann auch im Jahr 1778 begrabenen Naturforscher Carl von Linné. In Schweden ist er wohlbekannt, der Professor an der Universität Uppsala und einer der Gründer und erster Präsident der schwedischen Akademie der Wissenschaften, mit der binären Nomenklatur schuf er die Grundlagen der modernen botanischen und zoologischen Klassifikation. Und so könnte er auch heute noch von seinem Grabstein am Ufer des Möckelsees auf diesen schauen, auf die im Sonnenlicht glitzernde Wasserfläche, auf die Weite der von ihm geliebten schwedischen Landschaft. Und im Kreis seines Vaters und seines Bruders, beide Pastoren an der mittelalterlichen Vorgängerkirche von Stenbrohult.