An der Erde festklebend, zumindest ohne technische Hilfsmittel, das war seit jeher das Schicksal des (leider) flugunfähigen Homo Saphiens. Auch das der im zerklüfteten Andengebiet lebenden und sich beschwerlich über 4000 Meter hohe Gebirgspässe quälenden Inkas. Und so mancher dürfte, erschöpft von solch einem elend langen Aufstieg, beim Verschnaufen seinen Blick sehnsüchtig zum Blau des Himmels hinauf geschickt haben, wo über ihm ein gewaltiger Kuntur (Andenkondor) majestätisch seine Runden drehte, ein mächtiger, schwarzer Raubvogel mit seinen bis zu drei Meter ausgebreiteten, weißgezeichneten Schwingen. Mythen und Sagen rankten sich bestimmt um diesen Vogel, genug, um ihm auch in Machu Picchu einen Tempel zu widmen. Zumal hier sozusagen als Wink der Götter eine an seine Flügel erinnernde Felsformation entdeckt wurde, die sich unter Behauen des darunterliegenden Felsblocks zu einem ganzen, geradezu riesigen Vogel erweitern ließ, welcher da mit großer Geschwindigkeit auf den Betrachter zufliegt. Um sich mit ihm in die Lüfte zu erheben? Der Traum vom Fliegen, ja der hat schon immer den Menschen fasziniert, ob sie nun diesseits oder jenseite des Atlantiks lebten, ohne zu diesem Zeitpunkt schon voneinander zu wissen. Heute dagegen möchten wir Maschinen nicht mehr missen, welche unter gewaltigem Energieeinsatz ein Mehrfaches an Gewicht von der eigentlich in die Luft zu bringenden Ladung auf die Waage bringen. Ist das nun gut oder schlecht? Auf jeden Fall hätte ich ohne diese Maschinen keine Gelegenheit, meine Geschichten zu erzählen....