Etwas abseits des Anden-Hauptkamms, NUR in etwa 3000 Metern Meereshöhe, da künden nahe der Straße von Paucartambo nach Cusco in Nähe des Dorfes Ninamarka etwa 30 Chullpas von der Bautätigkeit eines längst im Odem der Geschichte versunkenen Volkes aus der Vor-Inkazeit. Nur kleine Grabtürme sind es, sie zeugen nicht vom Reichtum der Einwohner dieses Dorfes, von dem noch nicht einmal der Name überliefert ist. So lebten sie hier und bestellten auf windiger Anhöhe ihre kargen, mittels Terrassenbau der Natur abgetrotzten Felder. Ja, und sie starben natürlich auch, die meisten bestimmt nach kurzem, entbehrungsreichem Leben. Viel war es bestimmt nicht, was dem Toten bei der Bestattung in einem solchen Türmchen durch dessen enge Öffnung in Richtung der aufgehenden Sonne beigegeben werden konnte. Und so überdauerten die Grabstätten die Jahrhunderte mit ihrem ob des trockenen Klimas inzwischen mumifizierten Inhalt, in der Mythologie der Inkas und ihrer Nachfahren als Überbleibsel der Vorfahren geltend oder mit bösen Geistern in Verbindung gebracht, denen man lieber aus dem Weg ging, und somit vor ihrer Zerstörung geschützt. Nur die von einer Inkastraße durchzogenen und damit gut erreichbaren Felder wurden weiter bewirtschaftet. Denn Ackerland war hier in den Bergen zu kostbar.