Sungai_Furt


Der schmale Pfad windet sich durch den Dschungel und gewinnt dabei stetig an Höhe. Oben über dem dichten Blätterdach der Urwaldriesen steigt die unbarmherzige Sonne höher und höher ihrem Zenit entgegen, kein Windhauch vertreibt die stickige, feuchte Luft unter dem Blätterdach. Die zuerst noch vernehmbaren Vogelstimmen und das Gekreische der da oben herumturnenden Affen sind längst verstummt, ein jedes Tier hat sich ein schattiges Plätzchen gesucht. Noch eine Wegbiegung und noch eine.... Aber da: Der Urwald lichtet sich und gibt den Blick einmal wieder frei auf den durch sein Rauschen immer als in der Nähe wahrnehmbaren Sungai-Fluß! Ist es wieder nur eine in letzter Konsequenz durch wildes Gestrüpp verhinderte Annäherung? Nein, diesmal führt der Pfad direkt an sein Ufer und endet dort, während die suchenden Augen auf der anderen Seite eine kleine Sandbank mit einem im Unterholz verschwindenden Weg erspähen. Erste vorsichtige Annäherung mit den Zehenspitzen, das schnell fließende Wasser ist bestimmt ziemlich warm, es erscheint uns überhitzten Gestalten aber erfrischend kühl und so steigt es langsam weiter an unseren Schienbeinen empor, erfasst die Knie und wenig später die Oberschenkel und kurzen Hosen. Da behauptet man immer, daß Frauen mehrere Dinge gleichzeitig bewältigen können, aber Männer können das auch: Mit vollen Sinnen genießen, und auch den Boden unter dem gurgelnden, die Beine mitreißen wollendem Wasser auf glitschige oder lose Steine abzusuchen, während sich die Sonnenstrahlen in tausendfachen Reflexen auf seiner bewegten Oberfläche brechen. Ohne Gepäck wäre das alles viel einfacher gewesen.... Es sollten noch weitere Furten auf unserem Weg zu einer paradiesischen Überraschung folgen, mit steigender Sicherheit dann auch mit noch mehr Genuß und Begeisterung gemeistert...