Eyjólfsstaðir


Eyjólfsstaðir, das "Tal der Wasserfälle", liegt im äußersten Osten Islands, dort, von wo die Entfernung zur Metropolregion Reykjavik am größten ist. Und es wird seiner Bezeichnung auch voll gerecht: Unzählige kleine und große Wassermassen rinnen von den waldlosen Hängen des 1109 Meter hohen Kambfell, deren schräge Gesteinsformationen von den Zeiten erzählen, zu denen die Insel von den ungeheuren Kräften im Erdinnern aus dem Mittelatlantischen Rücken herausgehoben wurde. Seitdem nagt die Kraft des Wassers unaufhörlich an den Steinen, genug Nachschub rinnt bestimmt nicht nur an diesem Tag aus den tiefliegenden Wolken und verwandelt Rinnsale in reißende Bäche und Bäche in kleine Flüsse, welche auf wackligen Steinen überquert werden müssen, so man nicht auch noch von unten durchnäßt werden möchte. In der Talsohle gesammelt, fließt alles dann in Richtung Europäisches Nordmeer, stürzt am Talausgang noch über einen letzten Wasserfall, den Sveinsstekksfoss, in die Tiefe eines engen Talkessels, um sich wenig später aus diesem wieder zu befreien und den Berufjördur zu erreichen.