Budakirkja


Einsam steht das Kirchlein von Budir auf einer der den Weiler umgebenden Anhöhen, umrundet von aus gelblichen Dünen ragenden schwarzen Felsen des Budahraun-Lavafeldes, entstanden vor etwa 5000 Jahren durch einen eher kleinen Ausbruch des längst erloschenen Vulkans Budaklettur. Nur wer weiß schon, ob derbo nicht irgendwann doch wieder Feuer und Lava speien will, denn er gehört zum System des sich weiter oben in den Wolken verbergenden gewaltigen Snaefellsjökull, welcher das letzte Mal vor 1750 Jahren seine Kräfte gezeigt hat und heute als unter Gletschereis erloschen gilt. Aber was können wir Menschen uns mit unserem bestenfalls hundertjährigen Leben schon mit Vulkanen messen?! Jules Verne hat es versucht:"Steig hinab in den Krater des Sneffels Yokul, den der Schatten des Skartaris (auch so eine sagenhafte Bergspitze) vor dem ersten Juli liebkost und Du wirst zum Mittelpunkt der Erde gelangen!" Ein Meer mit Gezeiten und Winden würde dort warten, und urzeitliche Saurier und Pflanzen aus dem Tertiär. Nun, die hier wohnenden und diese Kirche errichtet habenden Menschen haben sich solche Gedanken beim Kampf ums tägliche Überleben nicht gemacht. Wenn auch der Weg zu dem aus wenigen Häudern betsehenden Ort um die Faxafloi-Bucht herum etwa 3 Kilometer beträgt, fanden sie hier einen erhöhten Platz gegen Sturmfluten, in den abenteuerlichen Lavaformationen ein paar schmale Buchten, um ihre Fischerboote zwischen den Felsen hindurch zum Schutz vor den Winterstürmen hoch genug an Land zu ziehen und ein wenig Erdkrume oder Sanddünen, um ihre Toten würdig zu begraben.